Kontroverse um die Stalker-App

Zu finden in der Rubrik: Netzwelt — Schlagwörter: , , — Timo @ 11:42 23. März 2012

© Oleg Zhukov - Fotolia.com

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Erneut kam es in den Medien zu einer kontroversen Diskussion über den richtigen Umgang mit privaten Daten im Internet. Diesmal war eine Kontakt-iPhone-App der Grund.

Die App, die den Namen “Girls Around Me” trägt, ist in den vergangenen Wochen heftig in die Kritik geraten. Insbesondere in englischsprachigen Medien wurde sie stark kritisiert. Es handelt sich dabei um eine Applikation, die Anwendern erlaubt, auf einer Google-Karte die Standorte von Personen einzusehen, die sich in ihrer nahen Umgebung befinden. Das ist in den Fällen möglich, bei denen sich die Personen im Vorfeld bei den Kommunikations- oder Lokalisationsdiensten Facebook oder Foursquare angemeldet und dem Bekanntgeben ihrer Daten und Standorte zugestimmt haben. Das Besondere an “Girls Around Me”: wie der Name schon verrät, kann der Benutzer der App die Personen in seiner Umgebung auch nach Geschlechtern filtern. Nicht nur der Name, sondern auch die optische Aufmachung der App lassen vermuten, dass insbesondere männliche Nutzer zur Zielgruppe gehören und sich angesprochen fühlen dürfen. Auf einer Art Radar erscheinen Silhouetten verführender Frauenkörper, die dem Nutzer in aufreizenden Posen signalisieren, dass sich das Objekt seiner Begierde in der Nähe befindet.

Für viele Experten und Nutzer ist die umstrittene Applikation sehr bedenklich. Sie befürchten, dass potentielle Stalker oder Sexualstraftäter die App dazu nutzen können, um ein detailliertes Bewegungsprofil der mit Bild angezeigten Anwenderinnen von Foursquare zu erstellen. Profile, die nicht geschützt werden, ermöglichen außerdem einen direkten Abruf von weiteren persönlichen Angaben und Fotos. Theoretisch wird dadurch das Risiko höher, dass Frauen verfolgt oder bedroht werden.

Die Anwendung wurde von der in Moskau ansässigen Betreiberfirma als eine Kontakt-App konzipiert, geriet aber schnell in Verruf. Wegen der hitzigen Debatte und der heftigen Kritik wurde die App bald nach dem Verkaufsstart aus dem App-Store genommen. Der Betreiber begründete diesen Schritt offiziell mit der Behebung eines technischen Problems. Unklar ist, ob dies das endgültige Aus der App ist. Denn der Betreiber schweigt sich darüber hartnäckig aus.

Inzwischen wird auch hierzulande über die Vor- und Nachteile von Lokalisationsdiensten und deren möglichen Missbrauch.

KONY 2012

Zu finden in der Rubrik: Social Media — Schlagwörter: , , — Timo @ 14:16 5. März 2012

© jf Lefèvre - Fotolia.com

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Bereits seit mehr als 20 Jahren führt die Lord´s Resistance Army, kurz LRA, Krieg gegen die ugandische Armee. Anführer der Rebellengruppe ist seit 1987 Joseph Kony, dessen Name in ganz Uganda bekannt ist. Seither hat die LRA unter seiner Führung in etwa zwischen 30 000 und 60 000 Kinder verschleppt, wobei genaue Zahlen jedoch bislang unbekannt geblieben sind.

Die Straftaten Konys dagegen sind es nicht, denn schon in 2005 wurde gegen ihn ein Haftbefehl des Internationalen Gerichtshofes erlassen. Zu den Anklagepunkten, insgesamt 33 an der Zahl, zählen unter anderem Versklavung, Vergewaltigung, Mord, Angriffe auf die Zivilbevölkerung, Plünderung und Zwangsrekrutierung von Kindern.

Auch im Internet ist Joseph Kony nun weltweit bekannt, dafür hat die Kampagne KONY 2012 gesorgt. Um den Mann endlich hinter Gittern zu wissen, hat es sich die Kampagne zur Aufgabe genommen, Kony „berühmt“ zu machen, doch die Initiatoren des Vorhabens sind starker Kritik ausgesetzt. Die Arbeit von Invisible Children, der Non-Profit-Organisation, wird vor allem aufgrund ihrer Spendenpolitik immer wieder hinterfragt. So wurde im vergangenen Jahr nur etwa ein Drittel der eingenommenen Spenden in Höhe von acht Millionen US-Dollar tatsächlich in Aufbauhilfe in Uganda investiert. Der Rest wurde für Organisations-, Lobby- und Filmarbeit verwendet. Auch lässt der politische Hintergrund der Initiatoren an vieler Stelle Zweifel aufkommen, da diese sich durchaus gewillt zeigen, auch von militärischen Aktionen gegen die LRA nicht abzusehen und stellen sich somit auf die Seite der ugandischen Armee.

Gemeint sind damit zwei amerikanische Filmemacher, die bereits 2003 das erste Mal nach Afrika reisten, um den Völkermord in Darfur zu dokumentieren. KONY ist ihr neuestes und bisher auch erfolgreichstes Projekt. Zentralen Punkt der Kampagne bildet ein halbstündiger Film, der die Geschichte eines Jungen erzählt, dessen Brüder in Uganda umkamen, wobei sich die Hintergründe auf Joseph Kony und die LRA berufen.

Vor allem die Emotionalität, die bei Behandeln des Themas mitschwingt, war hierbei wohl ausschlaggebend für die Bewegung, die der Film im Netz mit sich brachte. Mehr als fünf bis sieben Millionen Views auf verschiedenen Video-Plattformen erreichte KONY 2012 innerhalb von nur 48 Stunden.

Berliner Start Up Casacanda verkauft

Zu finden in der Rubrik: Start-ups — Schlagwörter: , , , — Timo @ 13:26 23. Februar 2012
© Foto Füchsin - Fotolia.com

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Der Markt rund um Möbel und Inneneinrichtung ist hart umkämpft – sowohl unter den großen Möbelketten als auch bei den zahlreichen Online-Möbelhäusern. Denn neben Büchern und Schuhen werden Möbel und Accessoires am häufigsten über das Internet gekauft. Kein Wunder, denn viele Online-Häuser bieten jeden Tag neue Angebote mit teils drastischen Rabatten von 70 Prozent oder mehr. So auch das erfolgreiche Berliner Start-Up-Unternehmen Casacanda, dass das das nächste Opfer des hart umkämpften Markts geworden ist: Es wurde kürzlich vom amerikanischen Shopping-Portal fab.com übernommen. Noch gibt es die Marke als eigenes Segment, doch eine Fusion mit dem Mutterportal ist nicht ausgeschlossen.

Das US-amerikanische Portal fab.com erwartet für dieses Jahr einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar, was derzeit rund 76 Millionen Euro entspricht. Die beiden Unternehmer und Gründer hinter fab.com, Chef Jason Goldberg und Creative Officer Bradford Shellhamer, sind dabei auf einem guten Weg: Alleine im letzten Monat verdoppelte sich die Zahl der registrierten Nutzer, in den vergangenen neun Monaten wurden bereits insgesamt mehr als zwei Millionen Kunden gewonnen. Damit ist fab.com eines der zur Zeit am schnellsten wachsenden Internet-Unternehmen. Wird das eine ähnlich zauberhafte Erfolgsstory wie bei eBay oder Facebook?

Doch ob die drei Männer hinter Casacanda über den Verkauf ihres gerade mal knapp zwei Jahre alten Start-Ups wirklich trauern, ist nicht sehr wahrscheinlich. Roman Kirsch, Sascha Weiler und Christian Tiessen gründeten das Portal mit rund 250.000 Mitgliedern, davon 75 Prozent Frauen, erst im Juli vergangenen Jahres. Dass sie hinter der schnellsten Übernahme in der deutschen IT-Szene stecken, könnte sie auch freuen. Und bei einem vermuteten Verkaufspreis von mehr als acht Millionen Euro haben sie auch guten Grund dafür. Kritik am Portal gab es in der Vergangenheit allerdings auch immer wieder – zahlreiche Experten warfen Casacanda vor, dreist von ähnlichen Portalen kopiert und geklaut zu haben.

 

Eine neue Facebook-Studie

Zu finden in der Rubrik: Social Media — Schlagwörter: , , — Timo @ 14:24 2. Februar 2012
© joana3d - Fotolia.com

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Tragen soziale Netzwerke zu einer eingeschränkten Weltsicht bei?
Die sogenannte “Filter-Bubble” oder das “Echo-Chamber” (Hallraum) ist ein Phänomen, das dadurch entsteht, dass Algorithmen die Informationen filtern, die zu den Benutzern durchdringen. Forscher behaupten allerdings, dass dieses Problem gar nicht existiert – mit einer Studie wollten sie das auch belegen. Informationen, die die Mitglieder von Facebook miteinander teilen, sind demnach vielfältiger als gedacht. Bisher wurde angenommen, dass die Algorithmen, denen die Interessen, Vorlieben und Kontakte des Nutzers zugrunde liegen, nur eine eingeschränkte Auswahl von Nachrichten und Links zulassen und damit einen negativen Einfluss auf die Meinungsbildung haben. Bei Facebook bestimmt der Algorithmus “EdgeRank”, welche Links bei den Neuigkeiten angezeigt werden. Forscher haben nun untersucht, ob so ein Algorithmus eine soziale Plattform zum Echo-Chamber der eigenen Meinung macht oder ob er lediglich dazu beiträgt, Links und Informationen durch die Netzwelt zu tragen. Das Ergebnis war schwammig; im Grunde konnte die Hallraum-These nicht widerlegt, aber auch nicht bestätigt werden.

Ein Facebook-Mitglied hat heute etwa 200 Kontakte, zu denen eine lose Bindung besteht. Nur ein paar Kontakte sind auch “enge” Kontakte, denen man auf die Wall schreibt, mit denen man auf Fotos zu sehen ist oder denen man private Nachrichten schreibt. Die Links, die von diesen engen Freunden kommen, werden nachweislich öfter geteilt als die, die ein loser Kontakt öffentlich macht. Das führt natürlich dazu, dass sich bei Facebook Gleichdenkende vernetzen können, die sich in ihrer Weltanschauung um sich selbst drehen. Natürlich ist es auch wichtig, worum es bei den geteilten Inhalten geht. Die untersuchten Links sollen deshalb auch bald qualitativ ausgewertet werden.

Tipps für Mobile Landingpages (24.01)

Zu finden in der Rubrik: Marketing — Schlagwörter: , , , — Timo @ 16:43 24. Januar 2012

Smartphone © Aaron Amat - Fotolia.com

Smartphone © Aaron Amat - Fotolia.com

Das Smartphones und das mobile Internet immer wichtiger und unverzichtbarer werden, steht heutzutage eigentlich gar nicht mehr zur Debatte. Seit Ende September 2011 hat Google nun auch mobile Landingpages in den Quality Score (QS) einfließen lassen, die dadurch jetzt das Ranking und die Kosten für mobile Adwords-Kampagnen mitbestimmen.

Spätestens jetzt wird es für Websitebetreiber Zeit, die Landingpages für die Nutzer von Smartphones und Tablets technisch zu optimieren, denn laut Google haben 79 Prozent der großen Werbekunden noch keine mobilen Landingpages. Oder zu schlechte, zum Beispiel durch zu lange Ladezeiten, lange Fließtexte oder unübersichtliche Layouts, was sich alles negativ auf den QS auswirkt.

Für eine optimale mobile Landingpage sollte man 10 Punkte beachten. Zuerst sollte man auf Links verzichten und eher Buttons anbringen, die Größe sollte so festgelegt sein, dass man den Button mit dem Finger gut treffen kann. Auf lange Fließtexte sollte auf jeden Fall verzichtet werden, ersetzt werden können sie durch Bullet-Listen. Wenn man auf aufwendige Grafiken und einen ausladenden Code verzichtet, kann man die Ladezeit erheblich verkürzen. Auch die Farben spielen eine Rolle, so sollte man entweder dunkle Farben auf einem hellen Hintergrund benutzen oder umgekehrt. Ein internes Suchfeld auf der Landingpage ist ebenfalls sehr sinnvoll, damit die User schnell an die gewünschte Information gelangen. Bei Smartphones kann der User über Geolocation geortet werden. Genutzt werden kann dieser Vorteil, indem man auf der Landingpage beispielweise den nächtsgelegenen Unternehmensstandort anzeigt. Auf der mobilen Seite kann man als Zusatz auch den Link zur Standartseite zeigen, beziehungsweise auf der Standartseite den Link zur mobilen Version. Wenn man auf der Landingpage mobile Apps bewerten will, sollte man einen Rich-Snippet-Code einfügen, da diese Bewertungen bei den Suchergebnissen bei Google angezeigt werden. Verzichtet werden sollte auch auf Adobe-Flash-Technologie, da die meisten Smartphones sie nicht oder nur unzureichend unterstützen. Als letzten Tipp kann man den Call auf der Landingpage auch als Conversion tracken, um Anrufe zu generieren. Damit kann man mobile Leads besser messen und so seine Kampagne besser aussteuern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Social Media – Banken sind dabei

Zu finden in der Rubrik: Marketing — Schlagwörter: , , , — Timo @ 16:45 9. Januar 2012

Social Network © morganimation - Fotolia.com

Social Network © morganimation - Fotolia.com

Um Social Networks kommt heute keiner mehr rum – das haben auch die Banken begriffen.

Laut Studien informieren sich bis jetzt nur durchschnittlich sieben Prozent der Kunden über Produkte von Banken via Twitter oder Facebook, der Informationsbedarf einer jüngeren Zielgruppe steigt aber.

Für die 18 bis 24jährigen stellt das Social Media eine der Quelle zur Informationsvermittlung dar. Diese Tatsache wollen sich die Banken zu Nutze machen und planen verschiedene Aktivitäten in den Netzwerken. Laut aktuellen Umfragen handelt es sich um zwei von fünf Banken die auf diesem Ressort punkten wollen.

Vorreiter sind die Sparkassen. Bereits 69 % der landesweiten Sparkassen arbeiten an derlei Projekten. Im kommenden Jahr sollen insgesamt 53 % der Genossenschaftsbanken sich beteiligen und bis 2014 wenigstens drei von fünf Banken.

Bevorzugt wird das private Netzwerk Facebook (47% planen einen Auftritt) gefolgt von den geschäftlichen wie Xing oder LinkedIn (35%). Bis 2014 will jede fünfte Bank Twitter nutzen.

Ziel der Investition in das Social Media ist die Gewinnung  von Neukunden und Mitarbeitern.

Laut einer Studie rechnen die Kreditinstitute mit einer Weiterempfehlung ihrer Produkte (76%)  über die sozialen Netzwerke. Außerdem erhoffen sich die Banken, dass über den Austausch in den Netzwerken auch ihre neuen Produkte kommuniziert werden. Eine Form des viralen Maketing durch die Social Networks (63%).

Fast die Hälfte der beteiligten Banken will darüberhinaus auch im Web 2.0 verkaufen.

Auch zur Personalsuche sollen die neuen Projekte im Social Media dienen. Immerhin zwei Drittel hoffen über diesen Weg neue Mitarbeiter zu finden und für Human Ressources-Anwendungen einzusetzen.

Grundlage der genannten Zahlen bildet eine forsa Umfrage für die Studie “Branchenkompass 2011 Kreditinstitute”. Befragt wurden hierfür 100 Entscheidungsträger aus 100 Banken in der BRD.

 

Goldenes Lenkrad für Alfa Romeo-Kampagne

Zu finden in der Rubrik: Allgemein — Schlagwörter: , , , — Timo @ 16:05 21. Dezember 2011

© scusi - Fotolia.com

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Jetzt haben auch Automobil-Kampagnen ihren Preis: der Axel-Springer-Verlag vergibt seit vielen Jahren Deutschlands wichtigsten Automobil-Award “Das Goldene Lenkrad” an die betsen Automodelle des Jahres. Nun wird der Award, der durch die Bild am Sonntag und die europäische Auto-Bild-Gruppe verliehen wird, um “Das Goldene Werbelenkrad” erweitert und soll in Zukunft interessante, innovative und kreative Werbekampagnen der Automobilindustrie auszeichnen.

In diesem Jahr wurde die Werbung “Ich bin Giulietta” für den Alfa Romeo Giulietta zur besten Automobilkampagne gewählt und steht somit als erster Sieger des Awards in den Geschichtsbüchern. Obwohl der Hersteller-Konzern Fiat in den letzten Jahren kaum mit innovativen Auto-Neuheiten auftrumpfen konnte, setzte sich Fiat im Finale gegen die namenhafte Konkurrenz wie Audi, Daimler, Porsche und VW durch. Die Marketingleiterin von Alfa Romeo Deutschland, Susanne Franz nahm den Preis im Vorfeld der Verleihung des Goldenen Lenkrads im Axel-Springer-Haus in Berlin entgegen. Die 15 finalen Werbekampagnen wurden von einer fachkundigen Jury ermittelt, die sich aus Redakteuren der BamS und Auto-Bild, Experten der Axel Springer AG, von Roland Berger und Werbeargenturen zusammensetzte. Im Anschluss konnten die Nutzer von bild.de sowie autobild.de für ihre Favoriten im Internet abstimmen. 4000 Nutzer nahmen an der Abstimmung teil und kürten so sen Sieger des Goldenen Werbelenkrads 2011.

Aber nicht nur die Werbung für den Alfa Romeo Giulietta kann sich sehen lassen. Das Fahrzeug überzeugt mit ansprechendem Design und technischer Substanz, die die Traditionsmarke zu neuem Glanz verhelfen kann. Der Giulietta soll das angestaubte Modell 147 ersetzen und hat gute Voraussetzungen zum Kassenschlager zu werden: schneller, leichter, verbrauchsarmer kommt der neue Alfa daher und hat vier Turbomotoren zur Auswahl. Eine breite Palette serienmäßiger Ausstattung führt aber auch dazu, dass der Italiener rund 20 Prozent mehr kostet als vergleichbare Modelle von Opel oder VW. Daher steht er eher in Konkurrenz zu Audi und BMW, wo dann wieder stark das Äußere entscheiden wird.

Gastautor Viktor Heberling

Mobbing bei Facebook und Co.

Zu finden in der Rubrik: Allgemein — Schlagwörter: , , , — Timo @ 13:03 9. Dezember 2011

Quelle: Fotolia.de

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Dass Social-Media-Plattformen wie Facebook auch zur Leinwand von Mobbing und Beleidigungen werden können, ist nichts Neues. Nur leider wird dieses Problem oft vernachlässigt. Drei Klassen der Schule für Gestaltung Bern und Biel haben Plakate entworfen, die auf die Gefahren von “Cybermobbing” aufmerksam machen sollen. 

Die beiden Grafikerinnen Isabel Otth und Sarah Blatt wollen mit ihrem Plakat auf sogenanntes “Cybermobbing” kritisch thematisieren. Der Begriff beschriebt das Bedrohen, Belästigen oder Beleidigen mithilfe moderner Kommunikationsmittel wie Handy oder Internet. Dafür haben sie Beleidigungen in dicker Schrift auf ein tiefschwarzes Plakat gedruckt. Darunter steht: “Nicht überall, wo social draufsteht, ist auch sozial drin.” Für dieses beklemmende Beispiel eines Mobbing-Chats haben Blatt und Otth den ersten Preis erhalten. “Wir wollten unbedingt einen realistischen Chat-Dialog erschaffen, so, wie die 13- bis 14-Jährigen heute über andere sprechen”, sagt Blatt. Glücklicherweise haben sie diese Art der Belästigung noch nie am eigenen Leib erfahren müssen, trotzdem sind sie dich der Problematik bewusst. “Beim Cybermobbing kann man anonym bleiben und sich hinter Pseudonymen verstecken”, so Otth. “Mobbing in der virtuellen Welt ist deshalb viel einfacher”. Es sei ein Leichtes, mitzumachen – ein einziger Klick. 

Andreas Kohli vom Präventionsteam Berner Gesundheit erklärt, dass viele Eltern und Lehrer von der Thematik keine Ahnung haben. “Rund ein Viertel bis ein Fünftel der Anfragen von Lehrpersonen, die wir erhalten, sind zum Thema Neue Medien”. Kohli und seine Mitarbeiter besuchen Schulen, um das Lehrpersonal über Social Media, Games, Onlinegewalt oder Internetpornographie aufzuklären. “Sie sind bereits älter, waren noch nie auf Facebook oder Blogs und kennen deshalb auch die Risiken des Internets nicht”, sagt der Experte. Deshalb ist die ältere Generation oft überfordert, wenn Fälle von Cybermobbing auftreten. 

So reagieren wir auf Werbung

Zu finden in der Rubrik: Marketing — Schlagwörter: , , , — Timo @ 10:37 7. Dezember 2011

Es ist so ziemlich egal auf welchen Medium sich die Menschen ihre Zeit vertreiben, denn schließlich werden sie auf jedem Kanal der Medien förmlich zugedröhnt mit Werbung. Oft ruft das beim Betracht oder Beobachter keine gute Effekte hervor, weil diese meistens gar nicht mehr auf die Werbung schauen und diese ignorieren. Beim Fernsehen läuft das Prinzip der Werbung bekanntlich etwas anders und als Konsument schaltet man schon chronisch weg, sobald man den Slogan “Gleich geht’s weiter!” auf dem Bildschirm aufflackern sieht.

Dabei haben Forscher aus Wien nun herausgefunden, dass dies nicht die einzige Erkenntnis im menschlichen Verhalten von Werbung ist. Denn nicht nur beim Fernsehen kommen die neuen Erkenntnisse zu tragen, sondern bei vielen Arten von Werbungen. Blättert man ein Magazin oder eine Zeitschrift durch, überblättert man die Seiten, die deutlich als Werbung gekennzeichnet sind, in der Stadt ignoriert man die Plakate und im Fernsehen zappt man sowieso durch.

An der Universität Wien am Institut für Publizistik und Kommunikationswissenschaften gibt es nun eine neue Professur des Psychologen Jörg Matthes, der seinen Kernpuntk auf den Bereich der Werbeforschung gelegt hat. Dabei wird vor allem eine Erkenntnis mitgeteilt: Besonders die Werbung, die nicht auffällig als solche gekennzeichnet ist, ernetet viele Blicke des Besuchers oder Lesers. So beispielsweise läuft das Szenario ganz gut in Spielfilmen ab. Es scheint ein kurioses Fazit zu sein: Werbung, die weniger auffällt, fällt mehr auf.

Das hat vor allem damit zu tun, dass die Menschen praktisch konditioniert auf die Werbung sind. Das bedeutet, dass sie nicht mehr hinschauen, sobald sie erkennen, dass es sich um Werbung handelt. Sie wirkt mehr beim potentiellen Kunden auf dessen Verhalten ein.

 

Werbung und Popmusik

Zu finden in der Rubrik: Allgemein — Schlagwörter: , , , — Timo @ 10:26 16. November 2011
© Peter Kögler - Fotolia.com

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Die Vermischung von Musik und Werbung wird ein immer lukrativeres Geschäft. 

Da die Verkaufszahlen von Musikstücken in Zeiten des Internets durch Raubkopien massiv eingebrochen sind ist mittlerweile ein alter Hut. Künstler, Labels und Werbeunternehmen gehen deshalb immer neue Wege um einen beständigen monetären Fluss aufrecht zu erhalten. 

Die Haupteinnahmequelle, auch großer Künstler ist mittlerwelle die Tour, beziehungsweise generell Live-Auftritte geworden. Der Konzertmarkt hat schon lange den Umsatz des Tonträgervertriebs überholt und so etablieren sich aktuell immer mehr sogenannte Sponsoring-Konzerte. Diverse Unternehmen aus verschiedenen Branchen bringen so Künstler auf die Bühne und geben dem Image ihrer Marke damit einen hippen Touch. Künstler können sich bei dieser Art von Konzerten über hohe Gagen freuen.

Die Telekom ist eines der Unternehmen die gesponsorte Konzerte veranstalten. Auf ihrem 
“Electronic Beats Festival” lässt der Mediengigant schon seit 11 Jahren Künstler aus der elektronischen Szene spielen. Trendige Bands wie Zola Jesus, oder Apparat bereichern das Portfolio des Unternehmens. Neben den Konzerten gibt die Telekom seit sechs Jahren das kostenlose, englischsprachige Musikmagazin “electronicbeats” heraus. Liest man eine der Ausgaben stellt man erstaunt fest, dass außer dem Logo kaum etwas an klassische Werbung erinnert.  

Nur die eingefleischtesten Gegner dieser neuen Synthese aus Musik und Werbung protestieren gegen die gesponserten Konzerte. Wer sagt schon nein, wenn es darum geht seine Lieblingsband umsonst, oder für wenig Geld sehen zu können. 

Längst ist der Warencharakter der Popmusik zum Alltag geworden.

Verwunderlich scheint auf den ersten Blick das gute Auge der Unternehmen für Bands, die noch etwas vom Spirit des “Underground” innehaben. Denn die allenfalls in Kennerkreisen bekannten Bands verschaffen einer an sich im Fokus des Mainstreams angesiedelten Marke den gewissen Hauch von Exklusivität. 

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